Botox für die Ästhetik

Botox für die Ästhetik

Bild: tommerton2010 / Flickr / CC BY-SA 2.0

Die ersten Fältchen an Stirn, Augen oder Nase kommen meistens viel früher als erwartet. Das zuvor so schön glatte und jugendliche Gesicht ist auf einmal nicht mehr so makellos. Lippenstift rutscht in die Lippenfältchen und sieht nicht mehr schön aus, und Stirnfalten verleihen dem Gesicht einen unzufriedenen oder gar mürrischen Ausdruck. Wenn die Fältchen zu lästig werden, entscheiden sich viele Menschen für eine Botox-Behandlung. Allerdings schrecken viele auch davor zurück, weil in den Medien immer wieder von Botox-Unfällen bei Prominenten berichtet wird. Schlauchbootlippen, eine versteinerte Mimik oder gelähmte Gesichtszüge – all das sind Begriffe, die eher davon abhalten, eine Botox-Behandlung durchführen zu lassen. Ist das Medikament mit der fachlichen Bezeichnung Botulinum Neurotoxin A nun eher ein Segen, oder doch ein Fluch?

Botox – vom Medikament zum Schönheitselixier

Das Bakterium Clostridium botulinum kommt sehr häufig vor, vor allen Dingen im Boden. Gefährlich wird es erst dann, wenn es Lebensmittel befällt. Ist dies der Fall entsteht ein Gift, das sehr gefährlich ist, und schlimmstenfalls zu einer tödlichen Lebensmittelvergiftung führen kann. Die chemische Struktur dieses Bakteriums konnte erst Ende des Zweiten Weltkriegs entschlüsselt werden. Dadurch wurde es möglich, das Bakterium in kristalliner Form herzustellen und als Medikament zu nutzen. Es wird seit vielen Jahren erfolgreich in der Augenheilkunde eingesetzt. Lidkrampf, Schielen oder Augenzittern können dank dieses Medikaments effektiv und erfolgreich behandelt werden. Es handelt sich dabei also nicht um irgendein Wundermittel für die Schönheit, sondern um ein erprobtes und zugelassenes Medikament. Dass es nun auch den Weg in die ästhetische Medizin gefunden hat, ist eher einem Zufall zu verdanken. Patienten, die mit dem Medikament behandelt wurden, berichteten davon, dass als Nebeneffekt der Behandlung auch gleich Gesichtsfalten wie Krähenfüße oder Zornesfalte geglättet wurden. Dies wurde auf die Entspannung der mimischen Muskulatur zurückgeführt. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Produkte auf dem Markt mit verschiedenen Bezeichnungen wie Botox®, Vistabel und Dysport. Bekannt sind alle diese Mittel aber unter der Bezeichnung Botox.

Die Wirkung von Botox

Die Wirkungsweise des Botulinumtoxins ist recht einfach. Es hemmt die Erregungsübertragung, die von den Nervenzellen hin zum Muskel stattfindet. Daraus resultiert, dass die Kontraktion des Muskels viel schwächer ausfällt. Ein Muskel kann dazu beitragen, dass Falten entstehen, wenn er stark beansprucht wird. Ein sehr gutes Beispiel dafür sind Stirnfalten oder auch die berühmte Zornesfalte. Botox sorgt dafür, dass sich der Muskel entspannt. Die Haut, die sich darüber befindet, wird geglättet, Falten verringern sich, oder können sogar fast komplett verschwinden. Während Botulinum auch weiterhin bei unterschiedlichen Erkrankungen eingesetzt wird, ist es in der Ästhetik zugelassen für die Behandlung von Krähenfüßen und der Zornesfalte. Auch Migräne wird damit behandelt, ebenso wie übermäßiges Schwitzen, die sogenannte Hyperhidrose. Nach einer Behandlung mit Botox sieht man etwa nach vier bis maximal sieben Tagen das finale Ergebnis.

Die Vorteile von Botox – und was es nicht kann

Botox ist ausschließlich dafür zuständig, die Muskulatur zu entspannen. Wenn in den Medien Bildern von Schlauchbootlippen zu sehen sind mit der Überschrift „Botox-Unfall“, entspricht dies nicht der Realität, da Botox lediglich die Mundfältchen entspannen kann, aber nicht die Lippen vergrößert. Auch einer versteinerte Mimik, wie sie oft bei Hollywoodstars wie Nicole Kidman beobachtet werden kann, ist nicht das Resultat einer gut dosierten Botox-Behandlung. Und genau das ist der wichtigste Punkt, die richtige Dosierung. Die richtige Dosis Botox sorgt dafür, dass die Gesichtszüge viel entspannter und freundlicher aussehen. Fältchen verschwinden, insgesamt wirkt das Gesicht viel jünger. Die Bilder von Hollywoodstars, die mit ihrem Schönheitswahn immer wieder übertreiben und mit etlichen Methoden versuchen, ihre Jugend zurückzubekommen, sind nicht auf Botox zurückzuführen. Davon sollten Sie sich keinesfalls verunsichern lassen. Bei Botox handelt es sich um ein Medikament, das seit vielen Jahren auf dem Markt und sehr gut erforscht ist. Wenn die Behandlung von versierten Experten durchgeführt wird, sind die Risiken sehr gering. Botox ist eine sehr einfache, schnelle und effektive Möglichkeit, Fältchen verschwinden zu lassen, und ein jugendliches Aussehen zu erhalten. Die richtige Dosierung einer Botox-Behandlung führt zu sehr natürlichen Ergebnissen.

So lange hält das Ergebnis an

Wird eine Botox-Behandlung für die Entspannung von Gesichtsmuskeln und der daraus resultierenden Reduzierung der Gesichtsfalten eingesetzt, hält das Ergebnis für gewöhnlich zwischen 3 und 5 Monate an. Dies ist allerdings von Person zu Person unterschiedlich, denn hier spielen Faktoren wie Stoffwechsel, Lebensstil, sportliche Aktivitäten und der individuelle Muskelaufbau eine Rolle. Die Wirkdauer kann sich verlängern, wenn weitere Behandlungen folgen. In einem Folgetermin wird das Befinden und die Wirkung eingehend untersucht und auch mit Vorher-Nachher-Bildern verglichen. Bei dieser Behandlungsmethode sind Nebenwirkungen recht selten. Es handelt sich allerdings um eine Injektionsbehandlung, bei der immer Schwellungen, Rötungen oder auch Blutergüsse über kurze Zeit auftreten können.

Welche Bereiche kann mit mit Botox behandeln?

  • Zornesfalte (Längsfalten an der Glabella)
  • Stirnfalten / Sorgenfalten
  • Krähenfüße
  • Gesunkene Mundwinkel
  • Grübchen am Kinn
  • Längsfalte am Hals

Fazit:

Eine von einem Experten durchgeführte Botox-Behandlung führt nicht zu einer versteinerten Mimik oder Schlauchbootlippen, sondern zu entspannten Gesichtsmuskeln mit reduzierten Falten.

Stichworte:
, ,
Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar